Archive for April 2010

CHRISTOPHER DAWES – Rat Scabies und der Heilige Gral

23. April 2010

Wo ist der Pott?

Auf den ersten Blick gehören hier zwei Sachen nicht wirklich zusammen. Rat Scabies, der ehemalige Drummer der ersten (!) Punkband THE Dund die Suche nach dem heiligen Gral, also dem (vermeintlich) güldenen Pott, den schon König Artus, Adolf Hitler und Monty Python im Visier hatten. Nun, am ehesten passt es dann noch zusammen, wenn man sich die Monty Python Crew bei der Suche danach vorstellt.

In „RAT SCABIES UND DER HEILIGE GRAL“ jedenfalls beschreibt der renommierte Musikjournalist Christopher Dawes (Sounds, Melody Maker, Muzik und Mondo), äusserst amüsant wie er mit oder besser durch seinen Nachbarn vis a vis -eben dem kiffenden ex-Punker Scabies-  in diese „Gral-Sucher-Szene“, die es tatsächlich in diversen Schattierungen gibt, verwoben wird.
Reisen nach Frankreich und in andere Länder sind dafür ebenso von Nöten, wie der Besuch von Lesungen und Symposien und das ständige Grübeln über historische Texte und Hinweise.

Ganz klar ist hier der Weg das Ziel, der Leser kann die Chaostruppe hautnah …

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RINGO STARR – Y Not

16. April 2010

Leider nur altersmüdes Rock- Pop- Geseier!

Also, eins mal vorweg: Den ersten Eindruck hat man ja nur einmal und  wenn eine CD mit den Worten : „Hanging on the telefon – nothing to say“ anfängt, dann kann man sich eigentlich sicher sein, dass es sich hier und im Weiteren um „warme Luft deluxe“ handeln wird, oder?

Es ist kein Geheimnis, daß der ex- Beatle Richard Starkey a.k.a. RINGO STARR ein veritabler Drummer und ein noch besserer Party Tiger, aber als Sänger oder Komponist sehr beschränkt ist – eine Reihe von schlechten Soloalben können das belegen.

Mit „Y Not“, was sich als Titel (Album und Song) schon ungefähr so witzig anhört wie die neue Modestrecke von KIK, ändert sich diese Regelmäßigkeit leider auch nicht, auch wenn die Liste der Gäste natürlich lang und breit ist (Dave Stewart, Joe Walsh und Gary Wright, Benmont Tench von The Heartbreakers, Joss Stone und last but not least sein alter Freund Paul McCartney und an den Reglern: Produzent Van Dyke Parks ( u.a. Joanna Newsom, The Byrds, Beach Boys, U2)).

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 37 Minuten auf „Y Not“ eine Ansammlung von mittelmäßig bis grottig-schlechtem und altersmüdem Rock-Pop-Geseier darstellen, die mich wirklich in erster Linie nur traurig stimmt.
Das hier klingt noch nicht mal nach Spaß für eine andere Generation. Warum macht der Mann das?? Die Texte sind weitestgehend hohl wie eine Nuss und die Musik so uninspiriert wie sie eigentlich echt nur in Proberäumen von Hobby Bands entstehen kann!? Einziger dünner Lichtblick: „The Other Side of Liverpool“. Das hat was und bleibt etwas länger als zwei Minuten hängen.
Ich möchte wetten, Ringo Starr hat noch andere Hobbies. Da sollte er dran bleiben.

http://www.ringostarr.com/
Trackliste:

1. Fill In The Blanks
2. Peace Dream
3. The Other Side Of Liverpool
4. Walk With You
5. Time
6. Everyone Wins
7. Mystery Of The Night
8. Can’t Do It Wrong
9. Y Not
10. Who’s Your Daddy

MOVIE: COP OUT – Geladen und Entsichert

16. April 2010

Kuschelbären Alarm!
COP OUT ist ein Film zum Lachen. Soweit wie Jimmy (Bruce Willis, „Verführung einer Fremden“) und Paul (Tracy Morgan, „Superhero Movie“) normalerweise auseinander liegen (Action vs Comedy), so eng müssen sie eigentlich in COP OUT zusammenarbeiten. Das klappt aber leider nicht so gut in diesem Fall, weil jeder von beiden sein ganz eigenes Päckchen zu tragen hat, bzw. seinen eigenen Fall zu lösen hat.

Jimmy (Bruce Willis) wird nämlich eine wertvolle Baseball Karte gestohlen, mit der er die Hochzeit seine Tochter bezahlen wollte. Paul (Tracy Morgan) hingegen fühlt sich schon fast manisch von seiner Ehefrau betrogen und spielt Privatdetektiv.
Beides lässt die Cops Ihren eigentlichen Fall etwas aus den Augen verlieren, aber wie das in Komödien so üblich ist, laufen irgendwann alle Fäden wieder zusammen.

Willis gibt den wortkargen Brutalobullen mit gescheitertem Familienleben im Nacken und Morgan hingegen mimt den lustigen Schmusebären, der zum Knuddeln einladen soll. (sic!)

Regisseur Kevin Smith («Jersey Girl») schmeißt hier sehr vieles unbedacht in einen Topf, aber Hollywood will eben gefüttert werden. Und wer z.B. Arnold Schwarzenegger in Kindergarten Cop lustig fand, der wird wohl auch diesen Film hier mögen; Action und Humor werden reichlich schmerzfrei aneinander gereiht, dazu noch ein paar bösartige Latinos und ordentlich MP -Feuer aus allen Rohren und fertig ist der Popcorn Streifen. Ich schätze die Masse findet es Klasse – ich persönlich mochte den Bruce dagegen vorher mehr ;-)) !

Ach ja und für den hemmungslos die 80-er anbiedernden und selten dämlichen Soundtrack müsste man eigentlich noch einen Punkt abziehen. Den muss man allerdings wieder drufpacken für den echt witzigen Seann William Scott  („American Pie“). Er taucht als frecher Einbrecher auf geht allen meisterlich auf die Nerven.

Cop Out – Geladen und Entsichert, USA 2009, 107 Min., FSK ab 16, MARC PLATT Produktion
Regie KEVIN SMITH
mit: BRUCE WILLIS – TRACY MORGAN – ADAM BRODY – KEVIN POLLAK – GUILLERMO DIAZ und SEANN WILLIAM SCOTT
Produzenten MARC PLATT, POLLY JOHNSEN, MICHAEL TADROSS
Drehbuch ROBB CULLEN & MARK CULLEN
Executive Producers ADAM SIEGEL, ROBB CULLEN, MARK CULLEN
Kamera DAVID KLEIN, ASC
Produktionsdesign MICHAEL SHAW
Schnitt KEVIN SMITH
Musik HAROLD FALTERMEYER

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=kq7q1zCl06k&feature=player_embedded

ALAN METZGER – Black Album (1992- 1996)

16. April 2010

Romantik und Krach

Das ist ja wohl mal eine Nummer. Da gab es diese obskure Band ALAN METZGER aus Düsseldorf, man war so Mitte der 90-er unterwegs! Es gab zwar schon Blumfeld aber noch kein TOCOTRONIC. Ok, mit Kreidler konnte man im ARCARI spielen – das war damals noch der kurze Dienstweg und nicht das Goethe Institut.

Punk war lange vorbei und die 4 Jungs aus den Hinterhöfen des Derendorfer Schlachthofes waren sich absolut nicht einig, ob sie nun mit Neil Young im Rücken auf den Grunge Zug aufspringen sollten, oder besser die neue „Neue Deutsche Welle“ bereiten sollten. Oder sich mehr nach Amerika, so nach dem SST Label und Bands wie Polvo, Slovenly oder Sea and Cake orientieren sollten. Auch ohne Punkrock: „keine Ahnung“ und „Druck“ und „Orientierungsnot“ herrschten trotzdem. Musikalisch voll spannend und interessant. Romantik und Krach, SONIC YOUTH, ick hör Dir trapsen!! Auf Turnschuhen.

Die hier nun unter dem sympatisch anmaßenden Titel „Black Album“ vorliegenden 18 Songs sind ein Glücksfall, denn das Label FIDEL BASTRO hat den Kram (wieder) ausgegraben und offensichtlich für gut befunden. Vielleicht weil ihm ALAN METZGER ex – Gitarrist FLO mal an der Theke soooo viel davon erzählt hat?? Oder einfach so. Egal.

Die Finger im Spiel hatten damals in unterschiedlichen Sessions Hans Platzgumer (HP ZINKER, you know) , Kurt Dahlke (Pyrolator), Tom und Kai Blankenberg, u.v.a. . Und so war das damals ja auch. Voll das Familienprogramm eben! Und wie das klingt? Voll 90-er.

Art Rock? Studenten Pop? The Feelies? Sonic Youth und Blumfeld? Ja, genau so! Danke für die kleine Zeitreise.

http://www.fidel-bastro.de/
http://www.myspace.com/alanmetzger

Trackliste:

01. Untitled 7:44
02. Sei Nicht Einsam 3:34
30. Willkommen Draußen 3:08
04. Bad Boy Carsten 4:03
05. Untitled 3:53
06. Untitled 7:16
07. Dein Kopf Ist Dein Einziges Haus Bis Es Regnet 6:55
08. Surfer 2:42
09. Neu In Boston 4:52
10. Fremder In Einem Merkwürdigem Land 2:53
11. Sundown 2:32
12. Justice ’71 1:20
13. Untitled 2:19
14. Sunday 5:30
15. Waste 4:42
16. In A Coffin 2:37
17. Untitled 3:00
18. Millennium Cargo