Posts Tagged ‘Johnny Cash’

JOHNNY CASH – Ain´t no grave (American Recordings 6)

17. März 2010

Kein Grab kann ihn halten

“There ain´t ne grave (that) can hold my body down” singt JOHNNY CASH im Titelstück der American Recordings No.6. Dazu wird rhythmisch eine Kiste Sargnägel geschüttelt und man möchte es ihm fast glauben. Nichtsdestotrotz ist der Ausnahme Künstler bekanntermaßen bereits vor sieben Jahren (12.9 2003) gestorben, doch er lebt nicht nur durch seine Country Klassiker weiter, sondern besonders durch die American Recordings, die Ihn seit dem ersten Album der Serie 1994 eine zweite Karriere bescherten und zwar fernab von seinem bisher (zumindest stilistisch ) eingeschränkten Fankreis.
Besonderen Anteil daran hatte Ausnahme Produzent R“o“ck Rubin der für alle 6 Alben  und auch die Box „Unearthed“ verantwortlich zeichnete und zu Cash Förderer bis hin zur letzten Stunde avancierte. Auf „Ain´t no grave“ nun sind die (wirklich?) letzten Aufnahmen vereint, die die beiden zusammen aufgenommen haben.
Im Stile unterscheiden sie sich nicht besonders von den anderen Aufnahmen, es liegt eine Mischung aus ruhigen, fasst tragischen Stücken und einigen treibenden vor, bei denen das Titelstück herausragt. Für den Hörer der die anderen Alben kennt, eröffnen sich also keine neuen Welten, aber wie auch? Vielmehr hört man der teils gebrechlichen Stimme an, das Cash sich mit dem Weg allen Irdischen bereits ausführlich beschäftigt haben musste, während er diese Aufnahmen machte.
Die Mischung aus Coverversionen (u.a. Sheryl Crow, Kris Kristofferson und Tom Paxton) und dem einzigen eigenen Song „I Corinthians 15:55“ macht erneut klar, welch unbändige Kraft Cash seinen und anderen Liedern verleihen konnte. Somit passt das Album perfekt in die Serie, auch wenn es keine wirklichen Überraschungen mehr bereit hält. Johnny:  R.I.P. und bleib im Grab.

http://www.johnnycash.com/

Trackliste:

01. Ain’t No Grave
02. Redemption Day
03. For The Good Times
04. I Corinthians 15:55
05. Can’t Help But Wonder Where I’m Bound
06. Satisfied Mind
07. I Don’t Hurt Anymore
08. Cool Water
09. Last Night I Had The Strangest Dream
10. Aloha Oe

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GUNTER GABRIEL – SOHN AUS DEM VOLK (German Recordings)

27. Oktober 2009

Knackige Bauarbeiterlyrik

Gunther Gabriel war schon immer ein feister Aufschneider mit Dauerschräglage.
Jetzt mit 67 Jahren hat er noch mal zum größtmöglichen Schlag ausgeholt und macht reinen Tisch mit seiner holperigen Vergangenheit. Er macht keinen Hehl aus seinen Grenzen, trägt trotzdem dick auf und um die Lücken dazwischen aufzufüllen klaut er unverfroren beim Spätwerk seines erklärten Idols Johnny Cash.
Das geht soweit auch in Ordnung, denn seine Stimme ist und bleibt nun mal unverwechselbar und die 14 Songs sind einiges mehr als das Vermächtnis eines altersschwachen Truckergeschichtenerzählers, nein sie gehen vielfach sehr nahe.
Cover Artwork, Video Ästhetik und auch die Songauswahl sind zwar extrem den „American Recordings“ von Cash nachempfunden, aber mein Gott was soll´s?
>>>> weiterlesen:

HOPE and ANCHOR – ROCK´n´ROLL MERCHANDISE!!

27. Februar 2009

RocknRoller und Gitarrenmusik-Freaks hier gibt es endlich was zum Anziehen für Euch und Eure Rockerbräute, von der BASEBALL Jacke über den kuscheligen Sweater bis hin zum Tank Top für die Ladies:
HOPE and ANCHOR Shop beim Plastic Bomb
oder via SPREADSHIRT
HOPE and ANCHOR Baseball Jacke

(C) Kleiner Hinweis für Kopierfreunde. Hope and ANchor ist eine Eingetragene Marke.

Smokestack Lightnin’ – Heads of Agreement / Saunabesuch in Neuss!!

12. Juni 2008

Der Kiloblock zeigt 148 kg!!

Sport heute wohl erst am Nachmittag, dafür gönne ich mir heute mal einen ausgiebigen
Saunabesuch im www.wellneuss-online.de, das ist die für mich nähere und vor allem auch etwas kostengünstigere Version zur „Mutter aller Saunalandschaften“, dem Mediterana bei Köln ;-)).

Und was soll´s: ob mir der Dialekt in Neuss nun weniger zusetzt als der Kölner-Slang ist noch nicht endgültig entschieden!

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Smokestack Lightnin’ – Heads of Agreement

Smokestack Lightnin’ sind aus Nürnberg, von wo aus sie seit 1995 die Welt mit exzellentem amerikanischen Roots Rock beglücken. Das tun sie mit einer so feinfühligen Art und Weise, daß sie den internationalen Vergleich absolut nicht zu scheuen bräuchten.

Nach dem Wechsel vom Independent Label zum Major gelang dann auch wie von Geisterhand gleich der kommerzielle Durchbruch in Form einer vertonten (Honda-) Autowerbung mit Kultfaktor und „Unknown Stuntman“ Darsteller Lee Majors in der Hauptrolle des Videos. Soweit so gut und auch verdient. Die landläufig annerkannte und logische Folge dazu wäre nun gewesen, ein Follow Up Album auf diesen Erfolg zu schneidern und sich endlich nur noch in der Sonne zu sehen. Aber weit gefehlt!

„Heads of Agreement“ ist ein noch besseres Album als seine Vorgänger geworden, ohne Anbiederung an nichts und niemanden, nur vollgepackt mit guter Musik.

Angefangen mit dem choralen Intro Song „In the morning I´ll be gone“ über das rockig und fett krachende „No Hoot“ bis hin zu dem hitverdächtigen „Big Kahuna“(siehe auch das Video dazu), werden alle Register gitarrenlastiger Musik gezogen, so sie denn harmonisch, warm und geerdet ist – Roots Musik eben, wenn man das so sagen möchte.

Der Country Einfluss ist ein wenig div. 60´s Einflüssen gewichen, was aber besonders nach mehrfachem Hören nicht unangenehm auffällt, nein es bereichert geradezu das musikalische Spektrum dieser Ausnahmeband.

Sogar eine David Bowie Nummer wurde mit „Kooks“ gecovert, was wiederum grandios gelungen ist, nachdem zuvor schon u.a. die Beatles, Tom Waits und Johnny Cash beerbt wurden. Auf „Heads of Agreement“ findet sich kein zweiter „Unknown Stuntman“ und das ist gut so, denn damit bleibt die Band Lichtjahre von BossHosschemLightningSchachsinn entfernt!!!

(Überhaupt: ich meine mich erinnern zu können, das der „Unknown Stuntman“ sowie schon sehr sehr früh zum Live Repertoire der Band gehört hat!)

http://www.smokestacklightnin.de

Bonnie Prince Billy mit neuem Album: „Lie Down in the Light”

6. Juni 2008

Der Kiloblogg zeigt 148,5kg!

Nun ja wenigsten ein kleiner Erfolg. Ich muss wohl das Essen (wieder) mehr reduzieren oder noch mehr Sport machen. Außerdem habe ich hier und da dann doch mal abends noch nach 8 Uhr gegessen, das ist natürlich tödlich für die Statistik ;-(( .

6! Setzen?
Nein, sonderen laufen, fahren , weitermachen. Ganz so wie der Bill….

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Der „Superwolf“ gezähmt??

Will Oldham aka Bonnie “Prince“ Billy dürfte vielen bekannt sein aus seiner Zeit mit den Palace Brothers, aber das er auch etliche andere Projekte bespielt und belebt hat zeigt diese eindrucksvolle Liste von Kooperationen auf WIKIPEDIA an:

Steve Albini (Produzent u. a. von Nirvana) – produzierte Viva Last Blues, Arise Therefore, Little Joya, Western Music und All Most Heaven,• Björk und Matthew Barney – Oldham singt auf Track 1 des Soundtracks zu Drawing Restraint 9),• David Boulter und Stuart Staples von den Tindersticks,• Bill Callahan (Smog),• Johnny Cash – coverte Oldhams I see a darkness (Oldham singt backing vocals),• Current 93,• Nicolai Dunger,• Sage Francis,• PJ Harvey,• Marquis de Tren (Mick Turner von Dirty Three),• Dawn McCarthy (Faun Fables) – singt auf The Letting Go, gemeinsames Album Wai Notes,• Jason Molina,• Rian Murphy – spielt auf Hope, Little Joya, All Most Heaven,• Mark Nevers (Lambchop) – produzierte Master and Everyone,• Joanna Newsom,• Scout Niblett,• The Renderers,• Alasdair Roberts (Appendix Out),• Valgeir Sigurðsson (Produzent von Björk) – produzierte The Letting Go,• Matt Sweeney – gemeinsames Album Superwolf,• Tortoise – gemeinsames Album The Brave and the Bold,• Chris Vrenna (Tweaker),…

Sein neues Album „Lie Down in the Light” gefällt mir besser als die beiden Vorgängeralben The Brave and the Bold, 2006 (Tortoise & Bonnie ‚Prince‘ Billy) und The Letting Go, 2006 (Bonnie ‚Prince‘ Billy). Hier und heute zeigt sich der schrullige Bartträger etwas songwriterischer und weniger reduziert, ja man kann fast zu seinen Songs mit den Füßen wippen ;-)). Gewohntes Trübsal scheint wie weggeblasen und die 12 Songs kommen gelassener daher, als so manch sperrige Vorgänger. Das tut dem Sound und dem Gesang gut und macht nahezu Spass, zumindest wenn man ein Fabel für „I see a darkness“ – Verweise hat. Die Band die Oldham umgibt, besteht wie schon auf „The Letting Go“ (2006) aus Bruder Paul Oldham (Bass) und Emmett Kelly (Gitarre). Des Weiteren sind der Multiinstrumentalist Shahzad Izmaily sowie Ashley Webber als neue Duett-Partnerin zu hören, während der Lamchop und Calexico Produent Mark Nevers an den Reglern saß. Well done Boy!