Archive for the ‘1’ Category

DELTA SPIRIT – Delta Spirit

25. Februar 2013

Groß geworden

DELTA SPIRIT sind aus San Diego nach Brooklyn gezogen, und haben damit offensichtlich auch eine Wendung in Ihrem Sound vorgenommen. Nach dem beiden überzeugenden Alben „Ode to sunshine“ und „History from Below“ konnte man sich getrost fragen, wohin die musikalische Reise geht. Denn die immer wieder gerne zitierten Soundbeschreibungen wie Folk, Americana, Alternativ oder Blues waren für DELTA SPIRIT waren von Anfang an schon wenig treffend um die Band zu beschreiben.
Mit Ihrem aktuellen, selbst betitelten  Album und elf neuen Songs scheint man sich zwar der meisten „Ausflüge“ entledigt zu haben und ist schlicht in der Schublade Rock angelangt, aber das mit den grösstmöglichen Stiefeln, an denen durchaus noch der Dreck von Country, Folk, Blues und Punk klebt.  Ein Mischung aus Wilco, den Avett Brothers, Televison und den Buzzcocks (bes. „Money Saves“ könnte aus Buzzcocks Phase von „A Different Kind of Tension“ stammen) könnte Delta Spirit anno 2013 vielleicht beschreiben.

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STEVE BLAME – Getting Lost Is Part Of The Journey – MTV, Deutschland und Ich

18. November 2011

„Hi, Steve Blame here with MTV News“

STEVE BLAME aka Stephen James und Ray Cookes. Das sind die beiden Moderatoren, die MTV in Europa geprägt haben. BLAME moderierte die MTV News (1987 bis 1994) mehrfach am Tage und hat während seiner Zeit unzählige Bands in europäischen Randregionen aufgestöbert, interviewt und auf die Mattscheibe geholt. Aber er hat auch die Großen interviewt, von MC CARTNEY bis MADONNA von BOWIE bis zum DALAI LAMA.

Und er hat sein Schwulsein öffentlich gemacht, was ihn fast den Job gekostet hätte, weil der amerikanische Muttersender darüber „not very amused“ war, aber da war STEVE BLAME schon zu groß, um ihm einfach kündigen zu können. Später als MTV Europe zu kommerziell für ihn wurde (anno 1994), sah er sein Chance im neu gestarteten Kölner Sender VIVA und VIVA 2, namentlich wurde er von Medien-Guru Dieter Gorny als Programmdirektor dorthin geholt. Nach zwei Jahren kam es aber zum endgültigen Zerwürfnis mit Gorny und BLAME, der jetzt lieber wieder Stephen James heissen wollte, wurde mit 200.000 € abgefunden und brutal und gekränkt ins wahre Leben zurückgeworfen.
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CASS McCOMBS – CATACOMBS

2. August 2009

Free Singer Folk Song Rock

Ganz schräges Zeug liefert der  US-Songwriters Cass McCombs mit seiner vierten Platte „Catacombs“ hier ab.

Klar, irgendwie ist es Indie-Folk- Rock- und auch Singer-Songwriter -Blut welches durch seine musikalischen Adern fliesst, aber festlegen will sich der 31 jährige Kalifornier hier mitnichten – vielmehr sprengt er bekannte Grenzen und lässt fliessen, was fliessen soll.

Ob er da in Richtung Beck geht oder mehr in eine Proto-Rock’n’Roll, Soul, Gospel und 80 er Wave, McCombs spielt auf, als hätte es nie Genre Grenzen gegeben, zumindest nicht, um seine persönliche, intensive Poesie adäquat zu verpacken.

Durchgehende Schlagzeugbeatz und Schrammelgitarren gehören zwar in bester YO LA TENGO Groove-Manier meist dazu, aber … >>>weiterlesen!

PLACEBO – Battle For The Sun //// Auf’m Sonnendeck….

12. Juni 2009

Was ist der Sinn davon, es niemandem mehr beweisen zu müssen? Richtig, es niemandem mehr beweisen zu müssen. Wenn man das wiederum unbedingt beweisen will, dann ist der eigene Anspruch doch sofort als erzwungen entlarvt. PLACEBO haben es schon allen bewiesen. Ihr Sound war immer anders. Als Brit Pop cool war, feierten PLACEBO unterkühlten Kajal-Rock, androgyn und mit den seltsamsten Songs im Gepäck. Die hätten nach allen gängigen Mechanismen der Musikwelt sowieso nie Hits werden können. PLACEBO waren auf „Without You I’m Nothing“ die Inkarnation der Teenage Angst und auf „Black Market Music“ die perfektionierte Zelebration der Depression. Danach wurden sie zwar etwas weniger relevant, aber gute Alben haben sie immer gemacht. Und trotzdem: „Battle For The Sun“ wirkt wie ein Zwang. PLACEBO müssen nämlich nicht immer tottraurig sein und mit der Welt hadern. Sie sind jetzt glücklich, mit allen Mitteln. Wetten? Sie sind bereit, es zu beweisen.

Dabei schließt „Kitty Litter“ mit forcierten Disharmonien erstmal an den gemeinsten Opener der Bandgeschichte an: „Taste In Men“. Verzerrte Gitarren; mehr puslierendes Gebilde, als wirklich Song. Allerdings sind die Zeiten offensichtlich vorbei, ….

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EMINEM – Relapse

28. Mai 2009

Comic Rap Galore

Slim Shady aka Marshall Mathers aka Eminem is back.

Raus aus einem Drogenloch incl. Reha-Aufenthalt und auch zurück auf der Weltbühne mit einem neuen Album namens „Relapse“ (= Rückfall)!

Zurück fällt er aber eigentlich nicht, denn musikalisch wie textlich ist „Relapse“ ein sehr reifes Album geworden.

Nach Jahren der Drogensucht, Schicksalsschlägen und dauerpräsentem Scheinwerferlicht musste der Whitey dramatisch zurückrudern und hat über seine neue Nüchternheit einen Weg gefunden, sich auszudrücken.

Gut, dass ihm dabei (musikalisch) der Rücken von Buddy Dr. Dre gestützt wird, der sich in diesem Fall besser denn je auf dunkle, fette Beats und toughes Pumpen  versteht.

Schließlich sind wir ja hier auch nicht auf dem Ponyhof und Marshall Mathers ist dabei, seine Slim Shady Kunstfigur-Hülle komplett abzustreifen, denn dieser hat Ihn ja schließlich auch erst an den Rand des Ruins gebracht.

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PHOENIX – Wolfgang Amadeus Phoenix

28. Mai 2009

In the now

Immer diese Rockstars. Leben immer nur im Hier und Jetzt. Keine Gedanken an das Morgen. Mozart war ja so einer. Kein Wunder, dass ihm die bedeutungsschwangeren letzten Worte „Mehr Licht!“ in den Mund gelegt wurden. War gar nicht Mozart? Stimmt, war Goethe. Macht aber nichts, PHOENIX verdrehen auf ihrem vierten Album schließlich auch alles nach Lust und Laune. Und dann dieser Titel! Wie Phoenix aus der Asche? Die Herren Thomas Mars und Co. sind also die Reinkarnation vom Amadeus höchstpersönlich? Aber PHOENIX dürfen das. PHOENIX dürfen alles. Durften sie schon immer.

Denn was auf „Wolfgang Amadeus Phoenix“ passiert, kann sich jegliche Großspurigkeiten leisten. Natürlich waren PHOENIX schon immer eine begnadete Band und zu Recht die Lieblinge der lebensfrohen Indie-Jungs und Mädels. Aber Hymnen wie „Everything Is Everything“ oder „If I Ever Feel Better“ haftete irgendwie auch immer das Prädikat „besonders niedlich, weil französisch“ an. Darauf hat das Pariser Quartett aber längst …

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MANIC STREET PREACHERS – Journal For Plague Lovers… + 1. Schwimmtag

26. Mai 2009
MANIC STREET PREACHERS

MANIC STREET PREACHERS

so, heute morgen war ich das erste mal für dieses Jahr schwimmen. 7.15 im Lörricker Schwimmbad.
1000 m habe ich recht locker geschafft, auf jeden Fall viel einfacher als letztes Jahr, aber ich bin auch schön mit Auto hingefahren. Mal sehen wie lange ich brauche, um wieder bei 2000 m schwimmen + Fahrrad hin und zurück zum Rheinbad nach Lohausen bin.

So eine von meinen alten Favs hat ne tolle neue Scheibe rausgebracht:
MANIC STREET PREACHERS – Journal For Plague Lovers…

Mitschwimmen und Zurückrudern!

Richey Edwards ist seit letztem Jahr offiziell für tot erklärt. Er war 1995 mysteriös verschwunden und man hat außer Gerüchten
nie wieder etwas von Ihm gehört – bis jetzt.
Denn seine Bandkollegen haben Ihm Posthum ein Denkmal gesetzt und zwar, in dem sie ungenutzte Texte von Ihm
jetzt, im Jahre 2009 vertont haben.
13 Tracks die rau und ungehobelt daher kommen, so als würden sie mit einem Bein im Grunge und mit dem anderen in
den Anfangstagen der Band stecken.
Besonders bemerkenswert ist dabei nicht nur das klare und deutliche Songwriting der Band sondern auch der direkte
Sound der fast unproduziert daher kommt, Kein Pomp wenig Synthies sondern „stripped to the Bone“ was die Band schon
immer ausgemacht hat: Rockenergie und Pop optimal zu verschmelzen.
James Dean Bradfield, Sean Moore und Nicky Wire sind zurück und haben mit Grunge und Noise Produzent STEVE
ALBINI eine passende Besetzung für´s … .

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