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Eddie Spaghetti + The Paceshifters, 13.6.2009, Stone im Ratinger Hof, Düsseldorf — Spaghetti Family Holiday Tour 2009

15. Juni 2009

Spaghetti Family Holiday Tour 2009

Es gab Zeiten, da gingen die Supersuckers keinem Trink Gelage aus dem Wege und auch keinerlei illegalen Rauschmitteln. Das brachte die Band um Bandleader und Mastermind Eddie Spaghetti nicht nur in diverse Entzugskliniken und Programme, sondern auch zurück auf den Boden der Tatsachen: Rock´n´Roll ist ein Geschäft und ein Beruf und dem muss man Rechnung tragen, erst recht wenn man sich „World’s Greatest Rock’n’Roll Band “ nennt. ( … und so ist es nur gut, wenn der „Chef“ mittlerweile mit einem Glas Bier den ganzen Abend über auskommt).

Tja und wenn man dann mal Urlaub vom Job hat, dann rockt man eben SOLO und nennt seine Tour: „The Spaghetti Family Holiday Tour 2009“ und spielt seine Songs in kleinen bis mittleren Clubs, während die Ehefrau und der 6 jährige Sohn am Merchandise ausharren, bis die Show von Papa vorbei ist.

Eddi Spaghetti, der bei seiner Band sonst den Bass bedient, lässt an diesem Abend nichts anbrennen und lässt das Publikum nach jedem Song tantramässig „cha cha cha yeahr!!!“ skandieren, was natürlich die Stimmung hebt und den „Mitmachfaktor“ ankurbelt. Eigentlich wäre solcher Kirmesschabernack gar nicht nötig, denn Eddi ist und bleibt eine coole Bühnensau, der mit Gitarre und Sonnebrille bewaffnet lässig durch sein Programm pflügt. Er schöpft dabei aus seinen beiden tollen countryfizierten Soloveröffentlichungen „The Source“ und „Old One No.2“ ebenso wie aus dem Meilenstein – Country Album der Suckers „Must’ve Been High“. Dazu ein paar Coverversionen, u.a.„Sea of heartbreak“, was allerdings ziemlich dürftig daher kommt- und fertig ist die Setliste.

Eddie Spaghetti ist kein begnadeter Gitarrist und ein ums andere Mal vermisst er schmerzlich seinen Suckers Sologitarristen Rontrose Heathman, aber er ….   >>> hier weiterlesen

9 POUND HAMMER in Düsseldorf – mit meinem neuen Lieblingssong: „Rub your daddy’s lucky belly“ ;-)

15. Juni 2008

Der KILO Meter zeigt beharrlich 148 Kilo.
Das ist ok so, denn ich war erst auf einer Grillparty und dann in der Altstadt… . OUUUCH!!!! Sich Samstags Abends durch die proppenvolle Altstadt zu kämpfen ist eine Sache. Das aber am Abend des japanischen Feuerwerks zu tun, grenzt an Wahnsinn. Dann noch eine Show der Kentucky Trinkbrüder 9 Pound Hammer zu sehen und „nur“ alkoholfreies Weizenbier zu trinken, erscheint einfach nur doof. Nun, wenn man sich dann aber Sänger Scott Luallen ansieht und welchen einen feinen Körper Hektoliter Bier Ihm über die Jahre beschert haben, dann wünschte man sich beinahe, es gebe den KILOBLOGG auch auf englisch und man weiss, daß man „fast“ alles richtig macht ;-)))
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Lustige Frisuren und lustige Figuren!!

Als ich „9 Pound Hammer“ auf ihrer ersten Europa Tour im Jahre 1992 irgendwo in Bayern gesehen habe, waren die Kentucky Boys well shaped und fast as fuck! Cowpunk und primitive Stomping war angesagt und der charmante Stumpfheitsfaktor der amerikanischen Landbevölkerung war den wenigen Crypt Records Fans die zugegen waren gerade recht!!!

Die Band hat seitdem nie einen kommerziellen Erfolg zu Stande gebracht, aber dafür war Ihre Musik einfach auch zuuu primitiv, was aber bestimmt nicht(!) schlecht heissen soll; 9 Pound Hammer sind immer eine richtige Einheizer Band gewesen und nur Gründungsmitglied Blaine Cartwright (Gitarre) durfte später mal mit seiner anderen Band Nashville Pussy vom süßen Honig des Erfolges naschen.

Mehrere Reunions und schliesslich ein neues Album im Jahre 2008 „SEX, DRUGS & BILL MONROE“ auf www.acetate.com, brachten die Jungs wieder auf die Beine und die Band um Cartwright,das andere Gründungsmitglied Scott Luallen (Vocals) wieder auf Touren. So auch heute abend auch in den Ratinger Hof zu Düsseldorf.

Also die oben angesprochenen well shaped Truppe aus den 90ern ist definitiv Vergangenheit, denn Blaine trägt schon lange eine witzige „Clownsfrisur meets Ho Chi Min“ Bart und Sänger Scott Luallen sieht aus wie eine Mischung aus Wölfi(Kassierer), Tom Gerhardt und einem Zippi mit 40 kg Übergewicht; dass der Bassist aussieht wie Michael Schumacher auf Heroin komplettiert lediglich die robuste Freak Show.

Aber wer achtet schon auf Äußerlichkeiten, wenn der Sound stimmt und das tut er!!

Neben Song aus allen Schaffensphasen wird bei der Songauswahl besonderes Augenmerk auf das neue Album gelegt und Songs wie „Rub your daddy’s lucky belly“, „Everybody is drunk but me“ oder „I´m the black sheep of the family“ gehen sofort ins Tanzbein und machen extremen Durst.

Eine echt „coole“ Performance (incl. offnem Hosenstall) legen die Jungs hin und wiederum wird das Wesentliche nicht mit „technischen Raffinessen“ verwässert, nein hier wird stumpf das Programm Cowpunk durchgeknüppelt und das macht einfach Spass. Welcome Back Boys!!!

PS: Ich hatte keine Kamera dabei, aber das ist insofern nicht so schlimm, weil auf den Fotos und Videos die ich gegoogelt habe exakt die gleichen T Shirts auftauchen, die die Jungs auch gestern Abend getragen haben. So gesehen scheint der kommerzielle Erfolg wohl immer noch auf sich warten zu lassen… .

Videos:

Black Sheep of the Family
Nine Pound Hammer – Black Sheep

Rub your daddy’s lucky belly
Nine Pound Hammer

Achtung: Very Punk: „Nothing to do!!

Mehr zu Bill Monroe: www.themonroebrothersfoundation.com

OB Erwin nach langem Krebsleiden gestorben!

21. Mai 2008

Der Kilometer zeigt 153,2!!
Also ohne Sport geht nix. Heute sollte ich hoffentlich die Zeit dafür finden.
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OB Erwin nach langem Krebsleiden gestorben!

Ich zitiere zu diesem Anlass den Kollegen Thorsten Schaar aus seinem gelungenen Artikel: „If it´s too loud, you´re too old“, welchen er zu der zakk Jubiläumsbroschüre beigesteuert hat. (den link zu einem „Nachruf“ gibt es unten).

Bilker Allee, August 2001:
Als ich mit ein paar Freunden den Metzgerei Schnitzel Kunstverein e.V. gründete (2001 – The year that Aggro Berlin broke), besaß ich längst eine imaginäre zakk-Dauerkarte auf Lebenszeit. Unser kleines Wohnzimmer in einer ehemaligen Tankstelle in Bilk atmete von der ersten Sekunde jenen Pioniergeist, der auch die Gründer des zakk Ende der 70er beflügelt haben muss. Wenn wir heute an unserem Kaminfeuer in der „Brause“ zusammen sitzen, erzählen wir immer wieder legendenträchtig darüber, wie wir im zakk einmal die Bundestagswahl gewannen. Im Sommer 2002 hatten wir mit allen verfügbaren lokalen Musikern einen Anti-Stoiber-Song aufgenommen („Bleib da, wo der Radi wächst“). Die All-Star-Band seinerzeit hieß ursprünglich „J. Erwin Blues Explosion“, was allen Beteiligten eine Unterlassungsklage des Oberbürgermeisters einbrachte. OB Erwin hatte sich tatsächlich eingebildet, sein ehrenwerter Name sei befleckt worden. Am Wahlsonntag zelebrierten wir das Stück einmalig live mit allen Gastsängern (von Peter Hein/Fehlfarben über Bodo Goliasch/Stunde-X bis hin zu Andrew Uhlemann/Hack Mack Jackson), um später auf der Großleinwand in der zakk-Halle den verhinderten Bundeskanzler bei seiner versehentlichen Jubelfeier auszulachen. Immer wieder stellen wir seither fest, dass wir bei einzelnen zakk-Konzerten mehr Mitglieder unseres Kunstvereins treffen als bei der letzten Mitgliederversammlung. Nicht nur deswegen verlegten wir das Konzert zum „Goldenen Goldfisch“, unserem unregelmäßig regelmäßig stattfindenden Düsseldorfer Band-Video-Wettbewerb, in den zakk-Club. Die Auftritte der Phoneheads (2003) und The Untrue (2006) gelten natürlich als „legendär“.

Fichtenstraße, August 2017:
Joachim Erwin ist immer noch Oberbürgermeister, Polizeichef und Architekt der Landeshauptstadt, Christina Begale seine rechte und linke Hand. Die einzige Opposition gegen den Selfmade-Millionär formiert sich in Flingern. Serdar Somuncu hat sich anlässlich des 40. Geburtstags des zakk an die Spitze einer Bewegung gestellt, die weitere Kahlschläge nicht mehr hinnehmen will. Nach ehedem Trödelmarkt Les Halles, Tonhallenterrasse und Monkey´s Island wurden in der Zwischenzeit weitere liebenswerte Örtlichkeiten zu Grabe getragen. Die Kiefernstraße zieren nunmehr beiderseitig luxuriöse Town Houses, das „Laternchen“ fristet ein trauriges Dasein als Gosch-Filiale und das zakk musste dem Erwin-Tower weichen (übertrifft den Bursch Dubai um fünf Meter). Bei der Lesung von Max Goldt kurz vor Weihnachten, übergangsweise im 99. Stock des Erwin-Towers abgehalten, werden erstmals Plastikbecher verteilt.“

Das oben angesprochene Video wird aus aktuellem Anlass genau hier eingebunden!
… seinerzeit war, ganz kurz vor der Wahl und auch der POKOMM in Köln(!) über den OB auf jedem Zeitungskasten zu lesen: „KEIN HUMOR HERR ERWIN? Ob verbietet den Radi song!“ Diese Express Schlagzeile hängt noch immer noch in unserem Büro, denn weder vorher noch nachher hat weder mich, noch einen unserer Mitstreiter jemand auf soooo dermassen viel Geld abgemahnt und verklagt!!! Das sitzt tief und hält lange! (R.I.P.)
In der NRZ hat Frank Preuss sowas wie einen Abrechnungsnachruf geschrieben. Finde wohl nicht nur ich persönlich in dieser Schärfe falsch getimed, daher sind auch die Kommentare interessant zu lesen…!!

here we go: