CRAZY HEART – Country Drama mit Jeff „Oscar“ Bridges

Country Drama a la „Dude“!
(Big) Bad Blake ist ziemlich am Ende. Er hat schon lange keine neuen Songs mehr geschrieben und muss sich und seine Countrysongs von Abend zu Abend durch kleine und kleinste Locations spielen, um nicht zu verdursten.

Und Durst hat er. Besonders auf Whiskey und genau das hat Ihn zum Alkoholiker gemacht. Zynisch, sentimental und zweimal am Tag mit dem Kopf über der Schüssel. Ein wenig Licht kommt erst in seinen Alltag als er die 20 Jahre jüngere Jean trifft und lieben lernt, aber was kann er Ihr schon bieten außer beinharte Gags und eben Cowboyzynismus – er bringt sie damit zwar zum Lachen, aber auch zum weinen.

Als sein einstiges Protegé Tommy Sweet (COLIN FARRELL), mittlerweile ein Superstar im Sinne von Toby Keith oder Garth Brooks (sic!) sich seines alten Freundes besinnt und dessen Songs adaptieren möchte, winkt spätes Geld und eine Karriere auf dem Rücksitz – aber was soll´s immer noch besser als gar nichts. Um von diesem Erfolg noch was mitzukriegen, muss sich Bad Blake sogar dem Fusel entziehen und damit tut er sich einen großen Gefallen, auch wenn er seine Liebe zu Jean dadurch nicht mehr aufflammen lassen kann.

JEFF BRIDGES füllt die Rolle des Bad Blake in der Verfilmung von Thomas Cobbs gleichnamigem Roman vollständig und wiederum mit Bravour aus. Er atmet die Rolle ein und aus und man kann den tragischen Antihelden fast riechen, ob man will oder nicht, schliesslich raucht er Kette und trinkt/schwitzt nahezu ununterbrochen.

Eigentlich ist „CRAZY HEART“ ein unspektakulärer Film, der den Zuschauer, auch wenn er deutliche Parallelen zu The Wrestler aufweißt, auf eine subtilere Weise in seinen Bann zieht.

Dieses mögliche „Auf und Ab“ im Leben, welches in Amerika sicherlich mehr mystifiziert wird als in Europa, wird einfach toll dargestellt, und zwischen Feelgood Movie und bukowskieskem Hinterhofgekotze  findet Jeff Bridges die richtigen Töne und Regiedebütant SCOTT COOPER die richtigen Einstellungen, um das Publikum mit auf diese Reise zu nehmen.
Bridges und auch Farell singen ihre Parts dann auch standesgemäß selber und T-Bone Burnett hat zusammen mit dem mittlerweile verstorbenen texanischen Songwriter Stephen Burton einen hervorragenden Soundtrack zusammengebastelt, von dem man noch einiges Hören wird.

Fazit: „Crazy Heart“ ist nicht so bunt wie The Wrestler, ist nicht so entrückt wie O Brother, Where Art Thou? und nicht so poliert wie I walk the line, dafür ist er aber ein glaubwürdiges Abbild der amerkanischen Countryszene hinter den Awards und macht trotz einiger trauriger Momente auch sehr viel Spass.

http://www.crazyheart.de/

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