KEEP SURFING – Ein toller Film über die Szene um den Eisbach in München!

6. Juni 2010 von drewson

Der EISBACH in München ist schon lange eine allgegenwärtige Touristenattraktion.
Der kalte Wasserkanal mit der stehenden Welle inmitten der bayerischen Hauptstadt hat Tradition und auch eine Geschichte (die übrigens bereits vor etwa 35 Jahren begann): Am Anfang stand nämlich das „Brettl-Fahren“ am Seil.
Diese Geschichte versucht Regisseur und Surfer Björn Richie Lob in seinem Dokumentarfilm einzufangen und behutsam zu dokumentieren.
Glücklicherweise „kann er ganz gut“ mit den bayuvarischen Originalen der Local-Scene und so geben Sie gerne Auskunft über Ihren jeweils sehr eigenwilligen Lebenstrip.
Ob nun Arzt, Informatiker, ex – Rocker oder Kameramann, sie alle hat der Surfvirus gepackt und dem können sie in ihrem „kleinen Hawai“ -mitten in München- fast das ganze Jahr über ausleben.
Es werden Ihre Lebensentwürfe aufgezeigt und die eigenen oder gemeinsamen Geschichten mit viel Liebe …

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DIE BESCHISSENHEIT DER DINGE

5. Juni 2010 von drewson

Starker Tobak!

„Der Teufel hat den Schnaps gemacht“, das weiß man nicht erst seit Udo Jürgens´ dämlichem Mitgröhl Schlager. Besonders viel hat er offensichtlich auch in der belgischen Provinz davon ausgeschenkt, denn dort spielt der Film von Regisseur Felix van Groeningen, gedreht nach dem autobiographischen Roman von Dimitri Verhulst.
Und bei dessen „Kindheitserinnerungen“, die dem Roman zu Gurnde liegen, schüttelt es den Zuschauer ein ums andere Mal. Mittelpunkt im Film ist die Familie Strobbe, die ungefähr so drauf sind, wie die Flodders auf Crack es wären, nur das Drogen gar keine Rolle spielen, sondern Sauforgien und Exzesse, zu jeder sich bietenden Gelegenheit, das Leben der Strobbes bestimmen.
Es fliegen die Fäuste, geflucht wird an einem Stück, Nacktfahrradrennen und alle möglichen Saufwettbewerbe bestimmen den „verharzten“ Tagesablauf.
Die Rollen in dieser kleinen Welt

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DANGER MOUSE & SPARKLEHORSE – Dark night of the Soul

2. Juni 2010 von drewson

Ist das cool???

Ja, das ist cool. DANGER MOUSE & SPARKLEHORSE haben Ärger mit Ihrer neuen CD: „Dark night of the Soul“.  DJ Danger Mouse und die EMI, kamen schwer in Rage, nachdem Danger Mouse 2004 das Beatles White Album (ungefragt) mit Jay-Zs Black Album zum erfolgreiche Mash-Up Album, dem legendären Grey Album  zusammenmischte.
Um deswegen weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen ( Sparklehorse ist bei der EMI unter Vertrag!), haben sie nun die Fans aufgefordert, sich (nur) das aufwendige Booklet von „Dark Night of the Soul “mit über 100 Seiten Booklet mit Photographien von David Lynch – limitiert auf 5000 handsignierte Exemplare für $50 plus Poster und tatata einer leeren CD-R – zu kaufen, oder es bei der abgespeckten Version , der CD-R mit alternativem Poster für $10 – jeweils plus Porto zu belassen. Last but not least sollen die Songs jedenfalls besser (illegal) aus dem Netz gezogen werden, weil EMI die Sache nicht regulär veröffentlichen will (Schätzungsweise aus altem Groll bzw. wahrscheilicher weil das neuerliche Lizenzgefüge noch quitscht!).
Gnade dem, der cool ist und cool sein kann.

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DVD: CASS – Legend Of A Hooligan

4. Mai 2010 von drewson

Opium für Volk und Fäuste

Die 80er Jahre und besonders die englischen Fussball Hooligans haben sich fest in die historische Wahrnehmung der Menschen eingebrannt. Man zeigte der Gesellschaft länderübergreifend die hässliche Fratze von Plumper Gewalt und Männer Kult, meistens fernab von Klassenkampf oder reiner Kriminalität, dafür mittendrin in sozialer Frustration und mangelndem Selbstbewußtsein. Der Verein und die Firma, das war die einzige Religion für die Hools, Opium für das Volk und seine Fäuste, so auch für die IFC (Inter City Firm) von Londons West Ham United.
Cass Pennant war lange Ihr charismatischer Anführer, nicht nur weil er ein Farbiger ist, sondern weil er sehr berüchtigt war. Jahre lang saß Cass Pennant dafür aber auch im Gefängnis – er war i.ü. der erste britische
Hooligan, der für derlei Vergehen überhaupt in den Knast musste. Mittlerweile hat er sich mehr als freigeschwommen aus der „Szene“ und bezeichnet sich selber als „Autor und Hooliologist“, denn er war dabei und mittendrin und will dieses Phänomen für nachfolgende Generationen festhalten. Er hat mittlerweile seinen eigenen Verlag gegründet und bringt dort die eigenen Bücher heraus. Seine Biografie „CASS“ liegt nun als DVD vor und wird den Vormarsch der mittlerweile nicht nur in England so hippen „Aggro-Literatur“ weiter anfeuern.
Die Story beschreibt seine persönlichen Werdegang, vom Weisenkind das bei weissen Zieheltern aufwächst, über die ersten Schlägereien bis …

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http://www.casspennant.com

CHRISTOPHER DAWES – Rat Scabies und der Heilige Gral

23. April 2010 von drewson

Wo ist der Pott?

Auf den ersten Blick gehören hier zwei Sachen nicht wirklich zusammen. Rat Scabies, der ehemalige Drummer der ersten (!) Punkband THE Dund die Suche nach dem heiligen Gral, also dem (vermeintlich) güldenen Pott, den schon König Artus, Adolf Hitler und Monty Python im Visier hatten. Nun, am ehesten passt es dann noch zusammen, wenn man sich die Monty Python Crew bei der Suche danach vorstellt.

In „RAT SCABIES UND DER HEILIGE GRAL“ jedenfalls beschreibt der renommierte Musikjournalist Christopher Dawes (Sounds, Melody Maker, Muzik und Mondo), äusserst amüsant wie er mit oder besser durch seinen Nachbarn vis a vis -eben dem kiffenden ex-Punker Scabies-  in diese „Gral-Sucher-Szene“, die es tatsächlich in diversen Schattierungen gibt, verwoben wird.
Reisen nach Frankreich und in andere Länder sind dafür ebenso von Nöten, wie der Besuch von Lesungen und Symposien und das ständige Grübeln über historische Texte und Hinweise.

Ganz klar ist hier der Weg das Ziel, der Leser kann die Chaostruppe hautnah …

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RINGO STARR – Y Not

16. April 2010 von drewson

Leider nur altersmüdes Rock- Pop- Geseier!

Also, eins mal vorweg: Den ersten Eindruck hat man ja nur einmal und  wenn eine CD mit den Worten : „Hanging on the telefon – nothing to say“ anfängt, dann kann man sich eigentlich sicher sein, dass es sich hier und im Weiteren um „warme Luft deluxe“ handeln wird, oder?

Es ist kein Geheimnis, daß der ex- Beatle Richard Starkey a.k.a. RINGO STARR ein veritabler Drummer und ein noch besserer Party Tiger, aber als Sänger oder Komponist sehr beschränkt ist – eine Reihe von schlechten Soloalben können das belegen.

Mit „Y Not“, was sich als Titel (Album und Song) schon ungefähr so witzig anhört wie die neue Modestrecke von KIK, ändert sich diese Regelmäßigkeit leider auch nicht, auch wenn die Liste der Gäste natürlich lang und breit ist (Dave Stewart, Joe Walsh und Gary Wright, Benmont Tench von The Heartbreakers, Joss Stone und last but not least sein alter Freund Paul McCartney und an den Reglern: Produzent Van Dyke Parks ( u.a. Joanna Newsom, The Byrds, Beach Boys, U2)).

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 37 Minuten auf „Y Not“ eine Ansammlung von mittelmäßig bis grottig-schlechtem und altersmüdem Rock-Pop-Geseier darstellen, die mich wirklich in erster Linie nur traurig stimmt.
Das hier klingt noch nicht mal nach Spaß für eine andere Generation. Warum macht der Mann das?? Die Texte sind weitestgehend hohl wie eine Nuss und die Musik so uninspiriert wie sie eigentlich echt nur in Proberäumen von Hobby Bands entstehen kann!? Einziger dünner Lichtblick: „The Other Side of Liverpool“. Das hat was und bleibt etwas länger als zwei Minuten hängen.
Ich möchte wetten, Ringo Starr hat noch andere Hobbies. Da sollte er dran bleiben.

http://www.ringostarr.com/
Trackliste:

1. Fill In The Blanks
2. Peace Dream
3. The Other Side Of Liverpool
4. Walk With You
5. Time
6. Everyone Wins
7. Mystery Of The Night
8. Can’t Do It Wrong
9. Y Not
10. Who’s Your Daddy

MOVIE: COP OUT – Geladen und Entsichert

16. April 2010 von drewson

Kuschelbären Alarm!
COP OUT ist ein Film zum Lachen. Soweit wie Jimmy (Bruce Willis, „Verführung einer Fremden“) und Paul (Tracy Morgan, „Superhero Movie“) normalerweise auseinander liegen (Action vs Comedy), so eng müssen sie eigentlich in COP OUT zusammenarbeiten. Das klappt aber leider nicht so gut in diesem Fall, weil jeder von beiden sein ganz eigenes Päckchen zu tragen hat, bzw. seinen eigenen Fall zu lösen hat.

Jimmy (Bruce Willis) wird nämlich eine wertvolle Baseball Karte gestohlen, mit der er die Hochzeit seine Tochter bezahlen wollte. Paul (Tracy Morgan) hingegen fühlt sich schon fast manisch von seiner Ehefrau betrogen und spielt Privatdetektiv.
Beides lässt die Cops Ihren eigentlichen Fall etwas aus den Augen verlieren, aber wie das in Komödien so üblich ist, laufen irgendwann alle Fäden wieder zusammen.

Willis gibt den wortkargen Brutalobullen mit gescheitertem Familienleben im Nacken und Morgan hingegen mimt den lustigen Schmusebären, der zum Knuddeln einladen soll. (sic!)

Regisseur Kevin Smith («Jersey Girl») schmeißt hier sehr vieles unbedacht in einen Topf, aber Hollywood will eben gefüttert werden. Und wer z.B. Arnold Schwarzenegger in Kindergarten Cop lustig fand, der wird wohl auch diesen Film hier mögen; Action und Humor werden reichlich schmerzfrei aneinander gereiht, dazu noch ein paar bösartige Latinos und ordentlich MP -Feuer aus allen Rohren und fertig ist der Popcorn Streifen. Ich schätze die Masse findet es Klasse – ich persönlich mochte den Bruce dagegen vorher mehr ;-) ) !

Ach ja und für den hemmungslos die 80-er anbiedernden und selten dämlichen Soundtrack müsste man eigentlich noch einen Punkt abziehen. Den muss man allerdings wieder drufpacken für den echt witzigen Seann William Scott  („American Pie“). Er taucht als frecher Einbrecher auf geht allen meisterlich auf die Nerven.

Cop Out – Geladen und Entsichert, USA 2009, 107 Min., FSK ab 16, MARC PLATT Produktion
Regie KEVIN SMITH
mit: BRUCE WILLIS – TRACY MORGAN – ADAM BRODY – KEVIN POLLAK – GUILLERMO DIAZ und SEANN WILLIAM SCOTT
Produzenten MARC PLATT, POLLY JOHNSEN, MICHAEL TADROSS
Drehbuch ROBB CULLEN & MARK CULLEN
Executive Producers ADAM SIEGEL, ROBB CULLEN, MARK CULLEN
Kamera DAVID KLEIN, ASC
Produktionsdesign MICHAEL SHAW
Schnitt KEVIN SMITH
Musik HAROLD FALTERMEYER

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=kq7q1zCl06k&feature=player_embedded

ALAN METZGER – Black Album (1992- 1996)

16. April 2010 von drewson

Romantik und Krach

Das ist ja wohl mal eine Nummer. Da gab es diese obskure Band ALAN METZGER aus Düsseldorf, man war so Mitte der 90-er unterwegs! Es gab zwar schon Blumfeld aber noch kein TOCOTRONIC. Ok, mit Kreidler konnte man im ARCARI spielen – das war damals noch der kurze Dienstweg und nicht das Goethe Institut.

Punk war lange vorbei und die 4 Jungs aus den Hinterhöfen des Derendorfer Schlachthofes waren sich absolut nicht einig, ob sie nun mit Neil Young im Rücken auf den Grunge Zug aufspringen sollten, oder besser die neue „Neue Deutsche Welle“ bereiten sollten. Oder sich mehr nach Amerika, so nach dem SST Label und Bands wie Polvo, Slovenly oder Sea and Cake orientieren sollten. Auch ohne Punkrock: „keine Ahnung“ und „Druck“ und „Orientierungsnot“ herrschten trotzdem. Musikalisch voll spannend und interessant. Romantik und Krach, SONIC YOUTH, ick hör Dir trapsen!! Auf Turnschuhen.

Die hier nun unter dem sympatisch anmaßenden Titel „Black Album“ vorliegenden 18 Songs sind ein Glücksfall, denn das Label FIDEL BASTRO hat den Kram (wieder) ausgegraben und offensichtlich für gut befunden. Vielleicht weil ihm ALAN METZGER ex – Gitarrist FLO mal an der Theke soooo viel davon erzählt hat?? Oder einfach so. Egal.

Die Finger im Spiel hatten damals in unterschiedlichen Sessions Hans Platzgumer (HP ZINKER, you know) , Kurt Dahlke (Pyrolator), Tom und Kai Blankenberg, u.v.a. . Und so war das damals ja auch. Voll das Familienprogramm eben! Und wie das klingt? Voll 90-er.

Art Rock? Studenten Pop? The Feelies? Sonic Youth und Blumfeld? Ja, genau so! Danke für die kleine Zeitreise.

Trackliste:

01. Untitled 7:44
02. Sei Nicht Einsam 3:34
30. Willkommen Draußen 3:08
04. Bad Boy Carsten 4:03
05. Untitled 3:53
06. Untitled 7:16
07. Dein Kopf Ist Dein Einziges Haus Bis Es Regnet 6:55
08. Surfer 2:42
09. Neu In Boston 4:52
10. Fremder In Einem Merkwürdigem Land 2:53
11. Sundown 2:32
12. Justice ’71 1:20
13. Untitled 2:19
14. Sunday 5:30
15. Waste 4:42
16. In A Coffin 2:37
17. Untitled 3:00
18. Millennium Cargo

NICK HORNBY – Juliet, Naked

17. März 2010 von drewson

Rockstar in Rente
Nick Hornby hat mal wieder alles zusammen gebracht, womit er sich am besten auskennt: Menschen in und jenseites der 30-somethings, Musik, Liebe und charmante Tragödie.
„Juliet“ ist das Album von TUCKER CROWE betitelt, der in der 80ern mit diesem Herschmerz Opus die Herzen rührte und auch noch heutzutage von einer Handvoll Rockfans fanatisch dafür verehrt wird. Aber Crowe selber ist längst von der Bühne abgetreten, zurückgelassen wurde ein Hauch von Erfolg und eine Alkoholsucht,  aber nicht diverse Ehefrauen, diverse Kinder und ein Haufen ungeklärtem Mentalschrott. Er lebt zurückgezogen auf dem Land und erzieht seinen aktuellsten Sohn Jackson, während dabei die dazugehörige Beziehung zu CAT gerade den Bach herunter geht.
Am anderen Ende der Welt, an der englischen Ostküste brennt hingegen noch ein Feuer für Tucker Crowe und zwar bei Duncan, einem Lehrer mit CROWE-Manie und Annie, die mehr oder weniger lustlos dabei mitzieht.
Als nun nach 20 Jahren ein neues Album von Tucker Crowe auftaucht ( eben „Juliet, Naked“, Aufnhamen und Fragmente aus der Ära, bevor „Juliet“ gänzlich durchproduziert veröffentlicht wurde), dreht die Internetgemeinde der Crowologen durch und nichts ist mehr wie es vorher war.
Außer, daß das Mauerblümchen Annie plötzlich via Internet persönlichen Kontakt zum ex-Rocker Crowe bekommt und von da an nimmt die Geschichte Ihren hornbytypischen, wahnwitzigen Lauf.
Eben diese Story scheint zwar ab der Hälfte des Buches etwas zu klemmen, aber Hornby fährt das Schiff über Umwege dann doch sicher wie immer in den Hafen.
Beide Welten, die des gealterten Rockstars in Pennsylvania und die im zurückgeblieben, englischen Seekaff Gooleness werden exakt von ihm seziert und wer hüben wie drüben nicht ehrenhaft ist, der bekommt auch sein Fett weg. So wollen wir Nick Hornby lesen und ach ja, wenn er beim schreiben eben mal aus dem Fenster geschaut hat, oder in der Nase gebohrt hat, nun, dann kann das ja vielleicht auch bedeuten, dass er schon wieder mit dem nächsten Roman-Stoff Kontakt aufgenommen hat.

http://www.nicksbooks.com/
Weitere Infos:
ISBN: 978-3-462-04139-2
384 Seiten, Gebunden
Aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Heilmann
Lieferbar, (D) 19.95€ , (A) 20.60 €, (CH) 33.90sFr

JOHNNY CASH – Ain´t no grave (American Recordings 6)

17. März 2010 von drewson

Kein Grab kann ihn halten

“There ain´t ne grave (that) can hold my body down” singt JOHNNY CASH im Titelstück der American Recordings No.6. Dazu wird rhythmisch eine Kiste Sargnägel geschüttelt und man möchte es ihm fast glauben. Nichtsdestotrotz ist der Ausnahme Künstler bekanntermaßen bereits vor sieben Jahren (12.9 2003) gestorben, doch er lebt nicht nur durch seine Country Klassiker weiter, sondern besonders durch die American Recordings, die Ihn seit dem ersten Album der Serie 1994 eine zweite Karriere bescherten und zwar fernab von seinem bisher (zumindest stilistisch ) eingeschränkten Fankreis.
Besonderen Anteil daran hatte Ausnahme Produzent R“o“ck Rubin der für alle 6 Alben  und auch die Box „Unearthed“ verantwortlich zeichnete und zu Cash Förderer bis hin zur letzten Stunde avancierte. Auf „Ain´t no grave“ nun sind die (wirklich?) letzten Aufnahmen vereint, die die beiden zusammen aufgenommen haben.
Im Stile unterscheiden sie sich nicht besonders von den anderen Aufnahmen, es liegt eine Mischung aus ruhigen, fasst tragischen Stücken und einigen treibenden vor, bei denen das Titelstück herausragt. Für den Hörer der die anderen Alben kennt, eröffnen sich also keine neuen Welten, aber wie auch? Vielmehr hört man der teils gebrechlichen Stimme an, das Cash sich mit dem Weg allen Irdischen bereits ausführlich beschäftigt haben musste, während er diese Aufnahmen machte.
Die Mischung aus Coverversionen (u.a. Sheryl Crow, Kris Kristofferson und Tom Paxton) und dem einzigen eigenen Song „I Corinthians 15:55″ macht erneut klar, welch unbändige Kraft Cash seinen und anderen Liedern verleihen konnte. Somit passt das Album perfekt in die Serie, auch wenn es keine wirklichen Überraschungen mehr bereit hält. Johnny:  R.I.P. und bleib im Grab.

http://www.johnnycash.com/

Trackliste:

01. Ain’t No Grave
02. Redemption Day
03. For The Good Times
04. I Corinthians 15:55
05. Can’t Help But Wonder Where I’m Bound
06. Satisfied Mind
07. I Don’t Hurt Anymore
08. Cool Water
09. Last Night I Had The Strangest Dream
10. Aloha Oe