Das Set besteht aus dem Rockpalast-Gig 1980 und einer Live-Doku von 2008.
In diesen 28 Jahren ist aus Texas finest old Bluesband eine Truppe geworden, die sich ein neues Publikum erobert hat und eigentlich immer noch den alten Knarzblues`n`Boogie spielt. Hat sich überhaupt etwas verändert?
Der Rockpalastgig zeigt eine Art Best of ZZ Top der 70er und das Ding von 2008 zeigt grundsätzlich eine art Best of.
Sind ja auch schon über 40 Jahre dabei und man muss sich wirklich wundern, wie sich die Truppe geschlagen hat. Frank Beard ist immer noch einer der besten Southern-Rock Drummer der Erde, der von treibenden Beats in vertrackte, Polyrhythmen fallen kann, ohne mit der Wimper zu zucken.
Man glaubt es kaum: Jon Spencer, der Mann der normalerweise seine Blues Explosion anführt, rudert zurück!
Mit seinen ehemaligen Nebenprojekt Heavy Trash (Jon Spencer and Matt Verta-Ray) zeigt er in letzter Zeit mehr Präsenz als mit seiner Hauptband.
Musikalisch spannt er sogar einen weiteren Bogen, als mit der Blues Explosion, in dem er sich mehr mit der Essenz der Sache Musik beschäftigt, als mit dem groovigen aber eruptiven Aufblasen von Momentaufnahmen.
Zwischen Pussy Galore (Spencers ex Band ) und Tav Falco passt nur Heavy Trash könnte man sagen, denn sowohl der rudimentär kaputte Style von Spencers Frühband als auch das schwitzige New Orleans-Blues-Flair mit Schräglage von Tav Falco wird hier gehörig zitiert.
Gunther Gabriel war schon immer ein feister Aufschneider mit Dauerschräglage.
Jetzt mit 67 Jahren hat er noch mal zum größtmöglichen Schlag ausgeholt und macht reinen Tisch mit seiner holperigen Vergangenheit. Er macht keinen Hehl aus seinen Grenzen, trägt trotzdem dick auf und um die Lücken dazwischen aufzufüllen klaut er unverfroren beim Spätwerk seines erklärten Idols Johnny Cash.
Das geht soweit auch in Ordnung, denn seine Stimme ist und bleibt nun mal unverwechselbar und die 14 Songs sind einiges mehr als das Vermächtnis eines altersschwachen Truckergeschichtenerzählers, nein sie gehen vielfach sehr nahe.
Cover Artwork, Video Ästhetik und auch die Songauswahl sind zwar extrem den „American Recordings“ von Cash nachempfunden, aber mein Gott was soll´s?
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Zum ersten Mal in Deutschland, an einem Sonntag, das Underground natürlich ausverkauft. Menschen kamen aus Belgien und von was-weiß-ich-woher um den Enkel des vielleicht berühmtesten Countrysängers überhaupt zu sehen. Und sie sollten was zu sehen bekommen. Psychobillies, Langhaarmetaller, Greaser, Rednecks, Schwerst-tätowierte und ein paar Skinheads, Hank III. zieht eine spannende Mischung aus den verschiedenen Sammelgruppen der „Mainstream – Verachter“ auf sein Konzert.
Den Anfang macht dann Bob Wayne, der dabei aussieht wie John Goodman als „Walter“ in „Big Lebowski“. Outlaw Country, solide bis mitreißend, witzige Texte, macht Laune auf mehr. Lediglich das nach jedem Lied ausgerufene „Hell Yeah!“ mit der nach oben gereckten und zur „Rock’n’Roll-Gabel“ geformten Hand ist ein wenig arg ausgelutscht und wirkt vor allem in dem Moment sehr bemüht, als Bob Wayne es nach einem Song beinahe vergessen hätte.
Pünktlich um 21 Uhr geht dann der Sohn vom Sohn von Hank Williams auf die Bühne und begrüßt das Publikum zur allerersten Hank III. Show in Deutschland. Die Scheinwerfer bleiben wegen eines technischen Fehlers zunächst aus und im immer wieder aufflackernden Licht der Blitzlichter in der ersten Reihe entsteht eine bizarre Optik auf der Bühne. In den diffusen Lichtverhältnissen hat es durch das kalte Blitzlicht den Anschein, als stünde tatsächlich der Geist des leibhaftigen Hank Williams auf der Bühne. Gänsehaut.
Bald erscheint eine UNION CARBIDE PRODUCTION Retrospektive aus Vinyl?
Ebbot Lundberg wohnt in seinem eigenen Club? Turbonegros EUROBOY sieht jetzt aus wie Johnny Winter? Henk van Helvette ist zusammen mit Tom Cruise neuer Scientology Spokesman in Schweden? Happy Tom spielt mit bei Jesus Christ Superstar? Iggy Pop turtelt wieder mit James Williamson nach Ron Ashtons Tod?
Hey, das Alles und viel mehr kriegt ihr hier in diesem Interview zu hören. EBBOT LUNDBERG ist ein netter Gesprächspartner.
Das der Interviewer selbst vielleicht nicht mehr ganz top fit wirken mag, liegt daran, daß wir erst ca. 2,5 Stunden auf diesen Interview Slot warten mussten und letztendlich nach 6 Std. dann direkt vom Grill geholt wurden, um es doch noch zu führen )) . Anyway, glad to be done it!
Das nur vorweg: dieses Buch sollte erst ab 21 Jahren gelesen werden, andernfalls könnten unerwünschte
Nebenwirkungen auftreten. Autor Stiff Chainey a.k.a Marquis de Sleazesetzt in 19 Kurzgeschichten die Welt in Flammen und lässt dabei die Puppen tanzen, egal ob Mann oder Frau, Hund oder Zombie.
Chainey zeigt sich auf Fotos gerne zum Schädel geschminkt und mit Totenkopf Symbolen umgeben, in seinen Geschichten geht er vielschichtiger zu Werke.
Da trifft man auf degenerierte Rockstars (Molotov Cock), den Marquis de Sleaze persönlich, die Church of Evil Cock, feinste Sodomie, schlechte Dichterlesungen und vieles mehr aus dem Reiche Trash, Gore und Underground.
Dabei gibt es für den Freund derben Humors recht viel zu lachen, aber die ein oder andere Story geht doch wie angekündigt ganz tief in den Keller, …. >>> weiterlesen!
Im Februar erschien ihr neustes Album „The Century of Self“ auf dem eigens gegründeten Label Richter Scale. Mit dem Konzert in Bochum gaben ... And You Will Know Us By The Trail Of Dead ihr letztes Deutschlandkonzert im Rahmen ihrer Tour. Eine letzte Gelegenheit die neuen Lieder live zuhören.
Doch voll war es im Konzertsaal der Zeche Bochum nicht. Hier und da standen Leute an der Bar oder an den bereit gestellten Tischen. Wieder andere saßen auf der Treppe im hinteren Abschnitt des Raumes. Eine schwierige Startvoraussetzung also für die Vorband What Happened To Roy G. Biv, mit der die fünf Jungs aus Köln und Umgebung aber ohne Probleme klar kamen. Bei manchen Konzerten fragt man sich, wie es zur Auswahl des Supportes kam, hier entgegen passte alles. 30 Minuten dynamischer Alternativ Rock, der entfernt nach The Mars Volta klang. Das vorgetragen von einer spielfreudigen Band mit sympathischen Sänger der voller Elan zum Mikrophon griff, während im Hintergrund Lied für Lied die Saiteninstrumente getauscht wurden. Der gut geregelte Sound half wesentlich dabei, dass What Happened To Roy G. Biv auch nach dem Hauptact in guter Erinnerung bleiben sollte, was durchaus eine Herausforderung war.
Nach kurzer Umbaupause betraten … And You Will Know Us By The Trail Of Dead , begleitet von leichtem Klavierspiel, die Bühne. Gelassen fanden sie sich an ihren Instrumenten ein, um sich mit dem instrumentalen Stück „Giants Causeway“ einzustimmen. Schon die ersten Töne der Band machten klar, was die Zuschauer an diesem Abend erwartete: Musik, die einen ganz auszufüllen verstand und das nicht nur dank der lauten Bässe.
Ein kurzes Bangen beim zweiten Song „Far Pavillions“, bei dem der Sound etwas stumpf klang, sollte spätestens beim darauf folgenden Lied zunichte gemacht werden. Der Mann hinter dem Mischpult verstand sein Handwerk und sorgte ab sofort für den perfekten Klang. Zuvor bat Conrad Keely die Zuschauer, die immer noch an den Tischen vor der Bühne standen, näher heran zu treten. Bereitwillig wurde Folge geleistet. „It Was There That I Saw You“ vom hochgelobten Album „Source Tags & Codes“ stand als nächstes … >>>weiterlesen!
Frank Popp hat eine Bürde zu tragen. Egal was er macht, er wird vorerst immer noch an seinem über Hit „Hip Teens“ gemessen werden. Diesen vergangenen Geniestreich muss er aber irgendwie auch zu „Lebzeiten“ abstreifen, damit er nicht zur „One Hit Wonder“ -Liga durchgereicht wird.
Der Drang, aus dieser Zwickmühle heraus zu müssen, dürfte einen Teil von Frank Popps Energie ausmachen, denn ob es nun sein neues, eigenes Label TV Eye Records, oder die dazugehörige Veranstaltungsreihe oder eben seine neue Platte Receiver ist: der Mann bleibt in Bewegung – jüngst ist er übrigens auch von Düsseldorf nach Berlin gezogen!
„Receiver“ mit seinen 14 Songs ist zwar wie gehabt ein bunter Blumenstrauß, geschmackvoll und höchstpersönlich aus Herrn Popps musikalischem Garten (Soul, Pop, 60´s, Rock) gepflückt, aber es werden hier neue Wege gegangen und die Songs drängen mehr auf die Bühne als in einen Werbeclip.
Stammsängerin Sam Leigh-Brown leiht zwar wie zuvor den meisten Stücken Ihre Stimme, aber es dürfen auch der ehemalige Blackmail-Frontmann Aydo … >> weiterlesen!!
Ganz schräges Zeug liefert der US-Songwriters Cass McCombs mit seiner vierten Platte „Catacombs“ hier ab.
Klar, irgendwie ist es Indie-Folk- Rock- und auch Singer-Songwriter -Blut welches durch seine musikalischen Adern fliesst, aber festlegen will sich der 31 jährige Kalifornier hier mitnichten – vielmehr sprengt er bekannte Grenzen und lässt fliessen, was fliessen soll.
Ob er da in Richtung Beck geht oder mehr in eine Proto-Rock’n’Roll, Soul, Gospel und 80 er Wave, McCombs spielt auf, als hätte es nie Genre Grenzen gegeben, zumindest nicht, um seine persönliche, intensive Poesie adäquat zu verpacken.
Durchgehende Schlagzeugbeatz und Schrammelgitarren gehören zwar in bester YO LA TENGO Groove-Manier meist dazu, aber … >>>weiterlesen!
Seit 1997 gibt es nun die RIVERBOAT GAMBLERS um Sänger Mike Wiebe und mit „Underneath the Owl“ ist wohl zum ultimativen Schlag ausgeholt worden. Denn mit der unbändigen Gewalt und der trotzdem unglaublich einnehmenden Art und Weise wie hier los gebrettert wird, gehört den Gamblers der Thron, denn Green Day schon lange wegen Verkalkung und Verschmalzung verlassen mussten und den sie sich aktuell vielleicht nur noch mit BILLY TALENT teilen müssen. Auch wenn die Texaner natürlich mehr Sand und Punkrock im Getriebe haben als alle anderen, die in der selben Schlange stehen.
Die RIVERBOAT GAMBLERS sind auf „Underneath the Owl“ dort angekommen, wo man sie sich noch vor ein paar Jahren im Jugendclub eigentlich nicht hingewünscht hätte, nämlich … >>>weiterlesen!
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